FASZINATION GEOLOGIE:
DIE BEDEUTENDSTEN GEOTOPE DEUTSCHLANDS

„Ein Geotop ist ein bedeutendes Dokument für die Geschichte einer Landschaft oder einer Region und deren Stellung und Funktion in dem großen Verbund der irdischen Kontinente und Meere. Es ist Teil des Naturerbes der Menschheit und zählt damit zu den höchsten Gütern, die es für kommende Generationen zu bewahren gilt.“ (Look, E.R. & Quade, H. (2007)).

Die Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien hat es sich im Jahre 2004 zur Aufgabe gemacht, in Form eines bundesweiten Wettbewerbes aus den infrage kommenden Geotopen in Deutschland diejenigen auszuwählen, die man als die bedeutendsten ansehen kann.
Aus den 180 eingereichten Vorschlägen wurden schließlich von einer Jury ausgewiesener Fachleute im Jahre 2006 77 Geotop-Landschaften ausgewählt und mit der Bezeichnung „Nationales Geotop“ ausgezeichnet.
10 Jahre später sollten diese Objekte überprüft und rezertifiziert werden. Dies ist mit Unterstützung von den Staatlichen Geologischen Diensten der Bundesrepublik Deutschland (SGD) nunmehr geschehen und außerdem wurde die Liste der bedeutenden Geotopen um ca. weitere 30 Objekte erweitert. Im folgenden finden Sie auf dieser Seite eine Auflistung der Nationalen Geotope mit einer Fotografie und einer Kurzbeschreibung. Ein ausführliche Darstellung der Geotope ist in dem Band Look, E.-R. & Quade, H. (2007): Faszination Geologie Die bedeutendsten Geotope Deutschlands.- 2. Auflage, 175 S., Stuttgart (Schweizerbart´sche Verlagsbuchhandlung)

 

 

Ofterdinger Arietenpflaster

Im Bachbett der Steinlach im Ortsbereich von Ofterdingen befindet sich das berühmte „Arietenpflaster“. Aufgeschlossen ist eine Schichtfläche im untersten Unterjura, der Arietenkalk-Formation mit vielen großen Arieten (Arietites bucklandii, Coroniceras rotiforme), Nautiliden und Gryphäen.

Kulmfalte Ziegenrück

Die am Fuße des Schloßberges in Ziegenrück im Saaletal gelegene „Ziegenrücker Falte“ vermittelt einen typischen Einblick in den tektonischen Bau des Thüringischen Schiefergebirges. Die hier zu einem Sattel aufgewölbten Ton- und Grauwackenschiefer gehören stratigraphisch zum Unterkarbon/Kulm. Die Falte weist einen flacheren NW-Schenkel und einen steileren SE-Schenkel auf und ist, wie die meisten dortigen Falten, nach Südost gekippt.

Muttentalstraße, 58452 Witten, Germany

Gletscherschliff bei Fischbach am Inn

 

Kulmfalte Ziegenrück

Die am Fuße des Schloßberges in Ziegenrück im Saaletal gelegene „Ziegenrücker Falte“ vermittelt einen typischen Einblick in den tektonischen Bau des Thüringischen Schiefergebirges. Die hier zu einem Sattel aufgewölbten Ton- und Grauwackenschiefer gehören stratigraphisch zum Unterkarbon/Kulm. Die Falte weist einen flacheren NW-Schenkel und einen steileren SE-Schenkel auf und ist, wie die meisten dortigen Falten, nach Südost gekippt.

Ofterdinger Arietenpflaster

Im Bachbett der Steinlach im Ortsbereich von Ofterdingen befindet sich das berühmte „Arietenpflaster“. Aufgeschlossen ist eine Schichtfläche im untersten Unterjura, der Arietenkalk-Formation mit vielen großen Arieten (Arietites bucklandii, Coroniceras rotiforme), Nautiliden und Gryphäen.

Der Schlossberg Flossenbürg

Mitten in Flossenbürg erhebt sich der kuppelförmige Schlossberg. Mit der markanten Burgruine gehört er zu den bekanntesten Landmarken des Oberpfälzer Waldes. Vor allem im Gipfelbereich und auf der Westseite zeigt sich die auffällige, zwiebelschalige Bankung des Granits. Das Geotop ist durch einen Lehrpfad („Weg des Granits“) erschlossen.

Die Würzburger Quaderkalke

Im Gebiet südlich von Würzburg existieren zahlreiche Steinbrüche in der Quaderkalkfazies des Obersten Muschelkalks. Manche davon sind aufgelassen und allgemein zugänglich. Hier kann die charakteristische natürliche Zerklüftung dieser Gesteine dreidimensional nachvollzogen werden. Museen und ein Lehrpfad bieten weitere Informationen.

Der Geysir von Andernach (Namedy)

Der weltweit größte Kaltwassergeysir bei Andernach (Namedy) hat eine Sprunghöhe von 50 m. Wie eine geschüttelte und schnell geöffnete Sprudelflasche schäumt das im Wasser gelöste Kohlendioxid auf und reißt das Wasser mit nach oben.

Bergwerk Rammelsberg

Mit einer über 1000-jährigen Bergbaugeschichte gehört der Rammelsberg zu den weltweit längsten aktiven Bergwerken. Es ist zusammen mit der Altstadt von Goslar Weltkulturerbe.

Die Schierker Feuersteine im Harz

Als Schierker Feuersteine werden die Verwitterungsblöcke und Blockmeere am Fuß des Brockens bezeichnet. Sie zeugen von der subtropischen Verwitterung des Brockengranits.

Der Mössinger Bergrutsch

Im April 1983 rutschte nach lang andauernden Niederschlägen bei Mössingen eine große Scholle aus Malm-Kalkstein ab, wodurch der Trauf der Schwäbischen Alb um 32 m zurückverlagert wurde.

Das Werdenfelser Land

Das Werdenfelser Land mit der Zugspitze im Süden und Murnau im Norden ist eine typische Landschaft am Nordrand der Alpen, in der die Nördlichen Kalkalpen, der Flysch und das Alpenvorland mit seinen Gesteinen und der eiszeitlichen Überprägung auf engstem Raum vereinigt sind.

Der „Rochlitzer Porphyrtuff“ in Nordwest-Sachsen

In den fast 100 m tiefen Steinbrüchen am Rochlitzer Berg wird der „Rochlitzer Porphyrtuff“ abgebaut, der ein wichtiger Baustein in der Region ist.

Die Wasserkuppe in der Rhön

Das Fliegerdenkmal auf dem Gipfel der Wasserkuppe in der Rhön ist auf einer Felsbildung in dünnsäuligem Basalt errichtet.

Der Findling „Kleiner Markgrafenstein“ im Landkreis Oder-Spree

Der Kleine Markgrafenstein ist mit einem Volumen von 180 m³ der größte landliegende Findling Deutschlands. Er besteht aus südschwedischem Karlskamm-Granit. In 60 m Entfernung liegen die Reste des Großen Markgrafensteines, aus dem 1827/28 die weltweit größte Schale aus Naturstein mit 6,90 m Durchmesser hergestellt wurde.

Die Mettlacher Saarschleife

In einer großen Schleife hat sich die Saar bei Mettlach in den harten Taunusquarzit eingeschnitten.

Der Donaudurchbruch bei Beuron

Die obere Donau durchbricht hier in einem engen Tal die westliche Schwäbische Alb, die aus Schwammriff-Kalksteinen des Oberen Jura aufgebaut ist.

Der „Wachsende Felsen“ von Usterling in Niederbayern

Der Wachsende Felsen ist eine 5 m hohe und 40 m lange Travertin-Wand, die durch Kalkausfällung heute noch weiter gebildet wird.

Der Silberberg bei Bodenmais/Bayerischer Wald

Die Gruben am Silberberg wurden auf Silber und Buntmetalle betrieben und sind berühmt wegen ihres vielfältigen Mineralbestandes. Das Berginnere ist in einem Besucherbergwerk aufgeschlossen.

Die Kieselschieferfalten bei Beddelhausen

In einem ehemaligen Steinbruch sind gefaltete und überschobene Kieselschiefer (Lydite) aufgeschlossen, die einen Einblick in den strukturellen Aufbau des Rheinischen Schiefergebirges erlauben.

Die Altenberger Pinge im Erzgebirge

Die Altenberger Pinge im Erzgebirge ist durch Einsturz von Bergwerksgruben entstanden, in denen Zinnerz abgebaut wurde. Das Erz ist vor 300 Millionen Jahren im Oberkarbon entstanden. Die Pinge entstand 1620, sie hat eine Tiefe von 130 m.

Die eiszeitlichen Gletscherschliffe in den Hohenburger Bergen/Sachsen

In den Hohenburger Bergen sind saalezeitliche Gletscher- und Windschliffe sowie Rundhöcker erhalten. Sie sind in Nordwestsachsen sehr selten. Sie wurden schon Mitte des 19. Jahrhunderts als Wirkungen von Gletschern erkannt.

Der Weserdurchbruch an der Porta Westfalica

Die Weser durchbricht bei Porta Westfalica das Weser-Wiehengebirge und tritt in das Norddeutsche Flachland aus. Der Durchbruch wurde erst im Eiszeitalter angelegt.

Der Korallenoolith bei Kleinenbremen im Wesergebirge

Die bis zu 12 m mächtigen Eisenerze aus dem sogenannten Korallenoolith des Malms werden und wurden bei Kleinenbremen abgebaut. Im stillgelegten Teil des Bergbaugebietes ist ein Besucherbergwerk eingerichtet.

Der Neudarß auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Der Neudarß im nördlichen Teil der Halbinsel Darß bildet ein Nehrungssystem, das aus langgestreckten Strandwällen und verlandeten Strandseen besteht. Der Neudarß ist in den letzten 300 Jahren etwa 2,5 km in Richtung Ostsee gewachsen.

Die Hessigheimer Felsengärten im Neckartal

Im höheren Hangabschnitt des Neckartales bei Hessigheim bilden die Kalksteine des Oberen Muschelkalks bis zu 18 m hohe Felstürme, die durch mehrere Meter breite Spalten vom bergseitigen Felsverband getrennt sind. Die Kippbewegung, die durch Auslaugung von Gips im Untergrund verursacht wird, ist heute noch aktiv.

Die Travertine des Ilmtals bei Weimar

Die Travertine des Ilmtals bei Weimar sind durch bedeutende Funde von Pflanzenresten, zahlreichen Großsäuger-Resten und Resten des eiszeitlichen Menschen zu einer weltberühmten Lokalität für die Erforschung des mittleren Eiszeitalters geworden.

Der historische Schieferbergbau in Lehesten im Thüringischen Schiefergebirge

Die ehemalige Schiefergrube zählt zu den größten Schieferbrüchen in Europa. Über 600 Jahre wurde Schiefer im Tagebau gewonnen. Die Lagerstätte ist heute noch in der Grube aufgeschlossen.

Die Lange Wand bei Ilfeld

In dem natürlichen Aufschluss an einem Prallhang des Baches Bere liegen flach gelagerte Zechstein-Gesteine (Konglomerate, Kupferschiefer und Kalkstein) über einer alten Landoberfläche, die auf Vulkaniten des Rotliegenden gebildet wurde.

Die Kristallsalzschlotte im Erlebnisbergwerk Merkers

In einem natürlich entstandenen Hohlraum im Salzbergwerk Merkers haben sich riesige Salzkristalle bis 1 m Kantenlänge gebildet.

Der Feldstein bei Themar/Hildburghausen

Der Feldstein bei Themar ist Teil eines Basaltganges, der durch ehemalige Steinbrucharbeiten freigelegt wurde. Er zeigt die typische säulenförmige Absonderung des Gesteins mit Fieder- und Meilerstellung der Säulen.

Der Bohlen bei Saalfeld

Der Bohlen ist eine 800 m lange und bis 100 m hohe Felswand am rechten Ufer der Saale zwischen Saalfeld und Obernitz, in der die diskordante Überlagerung von Zechstein-Kalkstein über gefaltetem variskischen Grundgebirge aufgeschlossen ist.

Der Muskauer Faltenbogen

Der Muskauer Faltenbogen ist ein elsterkaltzeitlich angelegter Stauchmoränenkomplex. Er besitzt seit 2003 den Status eines Geoparks. Dieser wurde 2007 als Nationaler Geopark gebildet und zusammen mit dem polnischen Schwester-Geopark im Jahre 2011 zu einem Geopark des European Geopark Network zertifiziert. Im Mai 2016 fand die feierliche Übergabe des Titels Unesco Global Geopark statt.

Der Isteiner Klotz und die Isteiner Schwelle am Oberrheintalrand

Der Isteiner Klotz erhebt sich als südwestlichster Ausläufer der Kalksteine des Oberjura über den südlichen Oberrhein im Kreis Lörrach. An der Westseite ist der Felsen durch den Rhein in einer Hohlkehle angeschnitten. Am Fuß des Klotzes liegen Felsschwellen, die ursprünglich von Rheinkies bedeckt waren.

Das Huvenhoopsmoor bei Rotenburg /Wümme

Das Huvenhoopsmoor im Elbe-Weser-Dreieck ist eines der wenigen Hochmoore im Norddeutschen Tiefland, in dem noch der ursprüngliche Zustand der Vegetation sowie zwei Hochmoorseen erhalten sind.

Das Morsum-Kliff auf Sylt

Das Morsumkliff wird aus 10 Millionen Jahre alten tertiären Schichten aufgebaut, die durch Gletscherdruck an die Oberfläche gelangt sind. Das Kliff stellt eine der wenigen Stellen in Schleswig-Holstein dar, an der voreiszeitliche Gesteine bis an die Oberfläche gelangen.

Der Basaltkegel Druidenstein bei Herkersdorf

Der Druidenstein wird aus Basaltsäulen gebildet, die einen etwa 20 m hohen Kegel bilden.

Der Teufelstisch im Pfälzer Wald bei Hinterweidenthal

Markante tischförmige Felsbildung in Gesteinen des Buntsandsteins, die durch unterschiedliche Erosionsresistenz der Gesteine, die den Felsen aufbauen, hervorgerufen wird.

Die Partnach-Klamm bei Garmisch-Partenkirchen

Die Klamm hat sich auf einer Strecke von 700 m bis zu 86 m in Kalkgesteine des Muschelkalks eingeschnitten. Sie ist über ein künstliches Gang- und Höhlensystem begehbar.

Die Weltenburger Enge

Die Weltenburger Enge ist ein enges, bis 70 m tief in Kalksteine des Oberen Jura eingeschnittenes Durchbruchstal, das heute von der Donau durchflossen wird. Das Engtal zeichnet sich durch eindrucksvolle Felsbildungen aus.

Lonetal in der Schwäbischen Alb

Das Lonetal ist ein Musterbeispiel für die Flussanzapfung im Bereich der Schwäbischen Alb. Zahlreiche Karstphänomene sowie das Kliff des ehemaligen Molassemeeres zeigen die Landschaftsgeschichte in diesem Raum seit dem Miozän.

Die Saurierfährten von Münchehagen

Auf einer Schichtfläche aus Wealden-Sandstein sind Trittspuren verschiedener Sauriersarten in besonders guter Qualität erhalten. Teilweise lassen sich Vorder- und Hinterfußabdrücke unterscheiden.

Die Kalkgrube Lieth bei Elmshorn

In der ehemaligen Kalkgrube sind Schichten des Rotliegenden und des Zechsteins sowie des Plio-Pleistozäns aufgeschlossen. Der Aufschluss zeigt in eindrucksvoller Form salztektonische Verstellungen und Verkarstungsphänomene. Die altpleistozäne Schichtenfolge ist die vollständigste in ganz Norddeutschland.

Der Braunkohlen-Tagebau Hambach

Der Braunkohle-Tagebau Hambach ist der größte künstliche Aufschluss Europas. Er schließt mit einer Tiefe von bis zu 400 m ein zusammenhängendes Schichtenprofil des Quartärs, des Pliozäns und einen großen Teil des Miozäns auf. (Foto von RWE Power AG).

Das Vulkanland Eifel

Der Laacher See ist die best erhaltene vulkanische Einbruchsstruktur im Vulkanfeld der Osteifel und umfasst Formen und Ablagerungen des letzten Ausbruchs vor 13.000 Jahren. Die Laacher See-Tephra wurde dabei über weite Teile Mitteleuropas verteilt.

Das Mittelrheintal zwischen Bingen und Bonn

Das Tal hat sich seit dem Oligozän ins Schiefergebirge eingeschnitten und seit dem Mittelpleistozän zum steilen Engtal entwickelt. Es gewährt einen Einblick in die Gesteinsabfolgen des Rheinischen Schiefergebirges.

Das Felsenlabyrinth der Luisenburg im Fichtelgebirge

Die Luisenburg ist ein eindrucksvolles Blockmeer aus variskischem Kösseine-Granit im Landkreis Wunsiedel, das die Verwitterung des Granits und Verlagerung der Blöcke zeigt. Es ist bereits von Goethe besucht und beschrieben worden.

Die Solnhofener Plattenkalke

Der Solnhofener Plattenkalk ist im Oberen Jura im nördlichen Küstenbereich des Urmittelmeeres abgelagert worden. Aufgrund seiner Feinschichtigkeit wird er seit Jahrhunderten als Baustein und für die Lithographie (Steindrucktechnik) abgebaut. Berühmt ist er unter anderem wegen der zahlreichen Fossilien, unter anderem des Urvogels Archaeopteryx.

Die Wattenmeerküste an der Nordsee

Das Wattenmeer ist ein aktiver Ablagerungsraum, in dem es regelmäßig zur Bildung und Umlagerung neuer Sedimente kommt. Es ist auf seine Art einzigartig auf der Welt und stellt eine einmalige aktuogeologische Landschaft dar.

Eiszerfallslandschaft der Osterseen südlich München

Südlich des Starnberger Sees liegt die größte Eiszerfallslandschaft im Alpenvorland. Toteislöcher, Eisrandterrassen, Kesselfelder, Oser und Kames dokumentieren eindrucksvoll den Zerfall des Isar-Loisachgletschers.

Vulkanlandschaft Hegau

Im Hegau sind zahlreiche Vulkanschlote und Vulkanruinen erhalten, die sich als Härtlinge über die von eiszeitlichen Ablagerungen bedeckte Umgebung erheben.

Die Steinerne Agnes im Lattengebirge

Die Steinerne Agnes ist ein etwa 10 m hoher Dolomit-Felsturm mit pilzförmigem „Kopf“ an der Südostflanke des Lattengebirges im Berchtesgadener Land. Der Hut und der Sockel des Felsens werden aus kalkreicheren Gesteinen aufgebaut und sind daher verwitterungsbeständiger als der Stiel, der aus Dolomit besteht.

Der Basaltkegel Hoher Parkstein in der Oberpfalz

Der Basaltkegel des „Hohen Parksteins“ stellt einen Härtling dar, der durch Abtragung der umliegenden Schichten herauspräpariert wurde und weithin sichtbar das flache Umland überragt. Mit seinen mustergültigen Basaltsäulen und Schlotbrekzien ist er der schönste Vertreter des tertiären Vulkanismus in Bayern.

Die Bastei und das Elbsandsteingebirge

In der Oberkreide wurde die Elbezone vom Meer überflutet und der schmale Meeresarm mit meist klastischen Sedimenten gefüllt. Es entstand eine kompakte Sandsteintafel. An der Grenze zum Tertiär wich das Meer zurück. Später schnitt sich die Elbe in die Sandsteine ein und schuf die markanten Felsformationen.

Der Basaltschlot von Stolpen / Sächsische Schweiz

Vor 25 Millionen Jahren brach an dieser Stelle ein Vulkan aus. Der Stolpen stellt den Rest des Vulkanbaus aus der erstarrten Lava dar. 1546 benutzte AGRICOLA für die Beschreibung des Gesteins des Stolpener Burgberges zum ersten Mal den Begriff „Basalt“.

Das Felsenstädtchen Pottenstein in der Fränkischen Alb

Pottenstein in der Fränkischen Schweiz liegt in einer typischen Karstlandschaft. Geologisch besonders charakteristisch sind vielfältige Karstformen wie bizarre Felsformationen, Höhlen, Dolinen und Karstquellen.

Das Bodetal im Harz

Das Bodetal ist ein eindrucksvolles Beispiel für sehr intensive jungtertiäre und quartäre Tiefenerosion an neotektonisch aktiven Schollenkanten wie dem Harznordrand. Das starke Mäandrieren des Bodelaufes zeigt, dass sich der Fluss aus einem im Jungtertiär noch träge dahin fließenden Tieflandsfluss entwickelt hat. Die Bode hat sich seit dieser Zeit bis zu 250 Meter in den Untergrund eingesägt und damit ein vollständig aufgeschlossenes Profil des Devons und der Kontaktzone des jungvariszischen Gebirges freigelegt.

Die Aufrichtungszone und die Teufelsmauer am Harznordrand

Der Harznordrand stellt eine der wichtigsten NW-SE verlaufenden Schollenkanten Mitteleuropas dar. Hier ist seit der Oberkreide der Block des Harzes um bis zu acht Kilometer gegenüber seinem gleichzeitig einsinkenden nördlichen Vorland, der Subherzynen Senke, angehoben worden. In dieser Senke sammelten sich allein in der Oberkreide bis zu über zwei Kilometer flachmarine Sedimente an. Die gesamte mesozoische Schichtfolge wurde durch die Blockverschiebungen am Harznordrand in einer breiten Aufrichtungszone gestaucht und verfaltet.

Die Schlade in der Karstlandschaft bei Paffrath/Bergisches Land

Der Geopfad durch die Schlade, ein Trockental inmitten der Bergisch Gladbach-Paffrather Kalkmulde, verläuft quer durch ein devonisches Korallenriff, so dass der Besucher die verschiedenen Zonen eines subtropischen Riffs durchwandern kann. Auch die typischen Formen eines Karstes, verursacht durch die Wasserlöslichkeit des Kalksteins, lassen sich beobachten.

Die Karstlandschaft Blaubeurer Alb – Urdonautal

Im Bereich der Blaubeurer Alb und des benachbarten, tief in die Karbonatgesteine des höheren Oberjuras eingeschnittenen Urdonautals gibt es eindrucksvolle Karstformen wie Höhlen, tief eingeschnittene Trockentäler, Karstfelsen und unzählige Dolinen sowie große Karstquellen, wie der berühmte Blautopf, im Ach-, Blau- und Kleinen Lautertal.

Der Gletscherschliff bei Fischbach am Inn

Östlich der Ortschaft Fischbach (Gemeinde Flintsbach am Inn) ist beim Autobahnbau eine Fläche mit frischen Gletscherschliffen freigelegt worden. Der abgeschliffene Riegel aus Wettersteinkalk weist typische „Kritzungen“, „Rundhöcker“ und „Kolke“ auf. Er ist vom ehemaligen Inntal-Gletscher abgeschliffen worden.

Die Dauner Maare in der Eifel

Die 5 Dauner Maare liegen südöstlich der Stadt Daun. Die Maare entstanden im Periglazialbereich der letzten Eiszeit (Würm). Drei Maare (Gemündener Maar, Weinfelder Maar, Westliches Schalkenmehrener Maar) enthalten jeweils einen See, das Östliche Schalkenmehrener Maar ein Moor. Das Nordöstliche Schalkenmehrener Maar ist ein trockenes Maar.

Das Altmühltal und Wellheimer Trockental

Die Urdonau schuf das untere Altmühltal und das Wellheimer Trockental. Bis ins Pleistozän kam die Urdonau von Süden, der Urmain mündete von Norden ein. Große Flussverlagerungen in der jüngeren Erdgeschichte führten dazu, dass heute nur noch die Altmühl von Norden her das Tal erreicht, während die Donau ihren Lauf weiter südlich gefunden hat. Das eindrucksvolle Urdonautal liegt daher teilweise trocken (Wellheimer Trockental) oder wird von der „viel zu kleinen“ Altmühl durchflossen.

Der Impaktkrater Nördlinger Ries

Das Nördlinger Ries entstand vor 14 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Meteoriten von etwa 1 km Durchmesser. In beispielhafter Weise sind heute noch der mit Sedimenten verfüllte Krater (24 km Durchmesser), ausgeworfene Schollen, Trümmermassen und andere Impaktgesteine, sowie die Ablagerungen im Kratersee aus der Zeit nach dem Einschlag zu sehen.

Die Eiszeitlandschaft Feldberger Seen in Mecklenburg

Der Pommersche Eisvorstoß vor 15.000 Jahren (Weichsel-Kaltzeit) hat die Feldberger Seenlandschaft geformt. In einem Gebiet von rd. 56 km² ist das gesamte Inventar des glazialen Formenschatzes in lehrbuchhafter Ausbildung erhalten.

Die Donauversickerung und Aachtopf

Der Aachtopf ist Ausdruck für den Kampf zwischen Donau und Rhein um das Wasser. Mit einer Schüttung von max. 25.000 l/s gilt er als die größte Quelle Deutschlands. Allerdings stammen ca. 90% des austretenden Wassers von den wenige Kilometer nördlich gelegenen drei Versickerungsstellen der Donau zwischen Immendingen und Fridingen.

Die Fossilfundstätte Holzmaden

Holzmaden ist eine der bekanntesten Fossilfundstätten weltweit. Seit 150 Jahren werden in den Steinbrüchen von Holzmaden/Ohmden die 180 Millionen Jahre alten Posidonienschiefer abgebaut. Die dabei gefundenen Saurier, Fische, Seelilien, Ammoniten, Belemniten und anderen Fossilien sind hervorragend erhalten.

Das Randecker Maar auf der Schwäbischen Alb

Das 17 Millionen Jahre alte Randecker Maar ist die größte und besterhaltene Struktur des Urach-Kirchheimer Vulkanfelds. Die fossilreichen Seeablagerungen, Tuffite, Süßwasserkalke, bituminöse Laminite („Dysodile“) sowie untergeordnet Tone wurden zum Teil ausgeräumt, so dass ein 1,2 Kilometer breiter und 100 Meter tiefer Erosionskessel entstand.

Der historische Kohlenbergbau im Muttental bei Witten

Im Muttental bei Witten sind die steinkohlenführenden Witten-Schichten des Oberkarbons übertage aufgeschlossen. Die typischen Abfolgen bestehen aus Tonsteinen, Steinkohlenflözen und Sandsteinen mit Geröllen.

Das Felsenmeer von Hemer / Sauerland

Auf dem oberdevonischen Massenkalk bildete sich im feuchtwarmen Tertiärklima ein Kegelkarst. Während der Eiszeiten plombierten Lössaufwehungen diese Karstlandschaft. Vom Mittelalter bis ins ausgehende 19. Jahrhundert wurde der durch Roteisenstein vererzte Massenkalk abgebaut, wobei die Bergleute oftmals natürliche Hohlräume ausräumten. Das heutige „Felsenmeer“ ist also eine komplexe Natur- und Kulturlandschaft.

Die Bruchhauser Steine bei Brilon im Sauerland

Die 90 m hohen Quarzporphyr-Felsen liegen südlich der Stadt Brilon im Sauerland. Sie bezeugen einen Vulkanausbruch, der sich vor rund 385 Millionen Jahren am Grund des Devon-Meeres ereignete. Nach der Heraushebung des Rheinischen Schiefergebirges hat die Verwitterung die Felsen als Härtlinge herausgearbeitet.

Der „Palmwedel“ am Hirtstein im Erzgebirge

Der Hirtstein ist ein 25 Millionen Jahre alter Basaltvorkommen (Augit – Nephelinit), der zum sogenannten „Palmwedel“ erstarrte. Die Säulen stehen senkrecht zur Abkühlungsfront, der Begrenzung der ehemaligen Lavakuppel.

Der Lahnmarmor in Villmar bei Weillburg

Ehemaliger Gemeindesteinbruch von Villmar/Lahn in einem mitteldevonischen Stromatoporenriff (sog. Lahnmarmor). Durch die frühere Gewinnungsmethode mit Seilsägen entstanden horizontal und vertikal gesägte Wände, die einen spektakulären dreidimensionalen Einblick in den Aufbau des Riffes ermöglichen.

Das Felsenmeer bei Reichenbach im Odenwald

Am Südosthang des aus Quarzdiorit bestehenden Felsberges bei Reichenbach im Odenwald ist ein großes Blockmeer ausgebildet. Es entstand durch Umlagerung von Wollsäcken im Quartär.

Die Fossil-Lagerstätte Grube Messel bei Darmstadt

Die Grube Messel ist ein ehemaliger Ölschiefer-Tagebau in der tertiären Messel-Formation auf dem Sprendlinger Rotliegend-Horst. Das Vorkommen besteht aus feinen Seesedimenten, die in einem frühtertiären Maar gebildet wurden. Die enthaltenen Fossilien sind weltweit bekannt. Die Grube Messel ist UNESCO-Weltnaturerbe.

Die Kreideküste im Nationalpark Jasmund auf Rügen

Das aktive Kliff an der Ostküste Jasmunds ist mit 8 km eines der längsten und mit maximal 118 m das höchste Steilufer in Deutschland. Bei der aufgeschlossenen Kreide handelt es sich um schwach zementierte Karbonate mit eingelagerten Flint-Konkretionen. Etwa 1.400 verschiedene fossile Organismen sind aus Rügener Kreide bekannt.

Der Scheibenberg bei Annaberg im Erzgebirge

Eine mächtige tertiäre Basaltdecke liegt auf Flußablagerungen (Kiese, Sande, Tone), die nur unter dem Schutz des Basaltes erhalten blieben. Sie bilden heute einen markanten Tafelberg. Vor über 200 Jahren stritten sich hier bedeutende Gelehrte über die Entstehung von Basalt (Neptunistenstreit).

Der Bayerische Pfahl

Der Bayerische Pfahl ist eine der markantesten Störungszonen in Mitteleuropa, die durch langestreckte, mauerartige Härtlingsrippen bis 30 m Höhe aus Gangquarz markiert wird. Auf über 150 Kilometern Länge durchschneidet er in Nordwest-Südost-Richtung den Bayerischen Wald.

Das Siebengebirge am Rhein bei Bonn

Die Geotope des Siebengebirges und des Rodderbergs dokumentieren auf engstem Raum den tertiär- und quartärzeitlichen Vulkanismus. Die Magmendifferentiation reicht von trachytischen über latitische bis hin zu alkalibasaltischen Schmelzen. Exemplarisch sind die verschiedenen Erstarrungsformen aufgeschlossen.

Die Falten im ehemaligen Ziegelei-Steinbruch von Hagen-Vorhalle/Sauerland

Im ehemaligen Ziegeleisteinbruch von Hagen-Vorhalle im Bergisch-Sauerländischen Unterland sind Tonsteine mit Sandsteinlagen des Oberkarbons aufgeschlossenen. Sie werden als küstennahe Bildungen im Karbon-Meer gedeutet. Ungewöhnlich ist, dass sowohl Überreste von Meeres- als auch von Landlebewesen gefunden wurden.

Die Externsteine bei Horn-Bad Meinberg im Lippischen Land

Die Externsteine bei Horn-Bad Meinburg sind ein spektakuläres erdgeschichtliches Monument des Teutoburger Waldes. Sie bestehen aus dem Osning-Sandstein der Unterkreide und dokumentieren die gebirgsbildenden Vorgänge an der Wende Kreide/Tertiär. Die Schichten des Osning-Sandsteins wurden dabei beinahe senkrecht gestellt.

Die Insel Helgoland

Die rote Felseninsel Helgoland als „geologischer Aufschluss im Meer“ ist ein Wahrzeichen Deutchlands. Dass heute mitten im Meer mesozoische Schichten an der Erdoberfläche ausstreichen, ist der Entstehung eines Salzkissens unter Helgoland zu verdanken. Die Salzakkumulation begann vermutlich bereits im Keuper.

Die Zechstein-Karstlandschaft am Südharz

Die Rhumequelle ist eine der größten Karstquellen in Mitteleuropa. Ihre Entstehung verdankt sie der lösenden Kraft des Wassers, die in geklüfteten Kalk-, Dolomit- und Sulfatgesteinen der Zechsteinablagerungen Karsthohlräume geschaffen hat. Das Karstwasser steigt im Bereich einer Schichtverwerfung zum Quellbereich auf. Die Einhornhöhle bei Scharzfeld gehört ebenfalls zu den Karstformen des Harzrandes. Die Besucherhöhle ist berühmt für ihr archäologisches Fundmaterial.

Versteinerte Algenriffe im Braunschweiger Lland

Am Heeseberg sind im Unteren Buntsandstein riffartige Stromatolithe aufgeschlossen. Stromatolithe entstehen, wenn Blaualgen Kalk ausfällen. Der Begriff „Stromatolith“ wurde für die Strukturen am Heeseberg zum ersten Mal verwendet.

Der Vulkan Kaiserstuhl im Oberrheintal

Der Kaiserstuhl ist ein kleines Vulkangebirge in der südlichen Oberrheinebene. Die Abtragung seit den Ausbrüchen im Jungtertiär erlaubt einen Blick in das subvulkanische Zentrum, also das Innere dieses Vulkans, in dem unter anderem auch die seltenen Karbonatite vorkommen.

Die Wutachschlucht im Schwarzwald

Die Schlucht am Südrand des Schwarzwaldes öffnet einen Einblick in die Erdgeschichte mit einer vollständigen Abfolge vom Grundgebirge über Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper bis zum Jura.

Eine uralte Landoberfläche im Heidelberger Schlossgraben

Im Heidelberger Schloss ist in der Südwand des Schlossgrabens zwischen Krautturm und Brückenhaus ein geologisch bedeutendes Profil aufgeschlossen, das die Grenze paläozoisches Grundgebirge zu Deckgebirge deutlich zeigt: Zuunterst steht Heidelberg-Granit. Darüber folgt eine deutlich sichtbare, erosive Schichtlücke, die anschließend von den Sandströmen des Rotliegend überschüttet wurde, welche zahlreich Feldspäte und Rhyolith‑Bruchstücke enthalten.

Klimageschichte zum Anfassen: die Lösswand bei Riegel

Die ca. 20 m hohe Lösswand hinter der Brauerei Riegel zeigt eine Abfolge mehrerer Lössgenerationen die zeitlich der Mindel‑, Riss‑ und Würm‑Eiszeit zugeordnet werden. Jede dieser Schichtfolgen schließt nach oben mit einer Bodenentwicklung (braune Bodenschichten) ab, die mit einer Entkalkung verbunden ist. Der jeweils weggelöste Kalk fiel in Form von Kalkkonkretionen und Lösskindeln in tieferen Bereichen einer jeden Schicht wieder aus.

Der Eichener See – eine nur episodische Karsterscheinung

Der Eichener See in einer weitgespannten Mulde zwischen Schopfheim und Fahrnau ist ein episodisch auftretender See im Oberen Muschelkalk. Nur wenig unterhalb des Seegrunds liegt vermutlich ein Karstwasserhorizont, der, wenn sein Pegel aufgrund stärkerer Niederschläge oder kräftiger Schneeschmelze ansteigt, den See entstehen lässt. Die Dauer des Wasseraustritts (Seestadium) kann nur wenige Tage andauern, in nassen Jahren aber auch mehrere Monate.

Die Posidonienschiefergrube in Bad Schönborn

Im Kurgebiet von Bad Schönborn befindet sich ein aufgelassener Steinbruch, in dem bis 1926 Teilbereiche des Unterjura, genauer der Posidonienschiefer-Formation zur Zementherstellung abgebaut wurden. Die meist dunklen Schiefer enthalten reichlich Pyrit und Bitumen, was beim Anschlagen frischen Gesteins deutlich zu riechen ist (Ölschiefer). Der aufgelassene Bruch wurde nach der Stilllegung in den Kurpark des Kurbads Bad Schönborn integriert.

Der Steinbruch am Kodlesberg bei Baltringen – Geologische Wattwanderung am Kodlesberg

Im Dorf der Schnecken und Muscheln

Der Steinbruch am Schrofel bei Baiersbronn

Die Geologische Wand im Botanischen Volkspark Blankenfelde

Der Gymnasiallehrer Eduard Zache erschuf 1894-1895 eine 30 m lange und ca. 2,5 m hohe Geologische Wand, die den Aufbau der Schichten der oberen Erdkruste in Mitteleuropa nördlich der Alpen veranschaulicht. Die Geologische Wand ist ein geologischer Schnitt durch die Erdgeschichte, der die Abfolge der Formationen, ihre Lagerungsverhältnisse, die wichtigsten tektonischen und magmatischen Ereignisse sowie einige Lagerstättentypen darstellt.

Das Eem von Klinge

Im Geotop Eem von Klinge ist die Schichtenfolge eines saalespätglazialen bis frühweichselzeitlichen, während der Eem-Warmzeit verlandenden Sees in bilderbuchhafter Weise aufgeschlossen und der direkten Beobachtung zugänglich. Aufgrund der bereits seit dem 19. Jahrhunderts bekannten Fossilfunde wurden intensive Ausgrabungen durchgeführt, die eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt zu Tage brachten und 2008 zur Öffnung des Freilichtmuseums „Zeitsprung“ führten.

Die Wanderdüne Zinna bei Jüterbog

Der Salzdiapir von Sperenberg

In Sperenberg liegt die östlichste Salzstruktur Deutschlands, deren zechsteinzeitliche Ablagerungen bis zur Erdoberfläche gehoben wurden und der direkten Beobachtung zugänglich sind. In den ehemaligen Abbauen ist Gips aufgeschlossen, der als umkristallisiertes Auslaugungsrelikt des mit Süßwasser kontaktierenden aufgestiegenen Salzdiapirs anzusehen ist. Überlagert wird der Gips in den heutigen Aufschlüssen lediglich durch eine Grundmoräne der vorletzten Eiszeit.

Der Findling „Alter Schwede“

Die Steinwand bei Poppenhausen in der Rhön

NSG Hoher Dörnberg mit Helfebsteinen und Wichtelkirche

Der Hoher Meißner bei Eschwege in Nordhessen

Die Kubacher Kristallhöhle

Die Korbacher Spalte im aufgelassenen Steinbruch Fisseler

Das Rühlower Os mit Osauge

Der Rühlower Os vereinigt alle typischen Eigenschaften der auch als Wallberge bekannten Spaltenfüllungen Norddeutschlands. Der ca. 1 km lange, annähernd in Nord-Süd-Richtung streichende Oszug erhebt sich bei einer Breite von 100 bis 250 m um ca. 15-20 m aus der welligen Grundmoränenlandschaft heraus. Der schmale Höhenzug zeichnet den Verlauf einer kleinen Radialspalte im Inlandeis ab, in der Sande und Kiese aus dem Schmelzwasser abgesetzt wurden.

Glazialschollen präquartärer Sedimente der Greifswalder Oie

Die Aufschlüsse am aktiven Südostkliff der Ostseeinsel Greifswalder Oie geben einen Überblick über die saale- bis weichselzeitliche Schichtenfolge und die intensive glazitektonische Deformation während des Weichsel-Hochglazials im Gebiet der Pommerschen Bucht. Eingeschuppte Schollen präpleistozäner Gesteine erlauben die Rekonstruktion der Entwicklungsgeschichte im Bereich des Pommerisch-Kujawischen Walls während der Jura-, Kreide- und Tertiärzeit.

Der „Buskam“ – größter Findling Norddeutschlands

Der „Buskam“ auf der Schorre vor Göhren ist mit einem Volumen von ca. 200 m3 über dem Ostseegrund und einem maximalen Umfang von 27 m der größte Findling Norddeutschlands. Der kristalline Findling wurde dem Grundgebirge der dänischen Ostseeinsel Bornholm entrissen und vom skandinavischen Inlandeis über eine Entfernung von etwa 120 km bis zur Insel Rügen transportiert.

Kreideschollen im Bereich der Poppentiner Endmoräne (Malchower Kreidebezirk)

Der Raum Malchow wurde während des quartären Eiszeitalters (Pleistozän) mehrfach vom Inlandeis überfahren. Im Hinterland der Frankfurter Randlage liegt die Poppentiner Endmoräne, die sich als Kette kleinerer Höhenrücken in Nordwest-Südost-Richtung verfolgen lässt. Ihr markantestes Merkmal sind Vorkommen von 90 Mio. Jahre alten oberturonen Kreidekalken, die in Form zahlreicher Schollen in der Endmoräne liegen.

Tongrube bei Rüterberg

Auf dem Rüterberg nahe der Elbe befindet sich eine Tongrube des ehemaligen Klinkerwerkes, die heute zugewachsen ist. Die freigeschürfte Aufschlusswand zeigt die nach dem Ort Loosen benannten Flussschotter. In diesen ältest-pleistozänen Kiesen sind exemplarisch gut ausgebildete Tropfenböden enthalten, die auf einem Rundweg besichtigt werden können.

Alter Steinbruch im Kellwassertal im Harz: Das Kellwasser-Event

Das Profil Kellwassertal ist die Typlokalität der beiden oberdevonischen Kellwasser-Horizonte und repräsentiert als „Kellwasser-Event“ eines der fünf bedeutendsten Aussterbeereignisse in der Erdgeschichte. Die Aufschlüsse am Sparenberg und Bielstein ergänzen den Aufschluss im Kellwassertal. Sie sind durch einen Wanderweg verbunden und erlauben die Rekonstruktion der geologischen Entwicklung im Oberdevon vor ca. 370 Mio. Jahren.

Die Fossilfundstellen bei Hondelage und Schandelah

Der Posidonienschiefer bei Schandelah und Hondelage ist das größte „Ölschiefervorkommen“ in Norddeutschland. Es liegt zwischen Braunschweig und Königslutter in einer durch Schwellen unterteilten Mulde. Der Posidonienschiefer ist ein extrem fossilreiches Gestein. Seine besondere Bedeutung leitet sich aus der extrem guten Erhaltung der Fossilien ab, die nach der Ablagerung unter Sauerstoffabschluss gerieten und deshalb sehr gut konserviert wurden.

Naturdenkmal und Fossilfundstelle Tongrube Willershausen

Geologisch liegt das Gebiet im Bereich des stark tektonisch gestörten und damit kompliziert gebauten Leinetal-Grabens. Die früher aufgeschlossenen, nahezu horizontal liegenden Gesteinsschichten erzählen die Geschichte eines vor etwa 3 Millionen Jahren angelegten, längst wieder verschwundenen kleinen Teiches und seiner pflanzlichen wie tierischen Bewohner sowie seiner Umgebung.

Der Steinbruch Piesberg bei Osnabrück

Der Piesberg bildet als Karbonhorst den geologischen Kern des UNESCO-Geoparks TERRA.vita. Hier treten Gesteine des Oberkarbon an die Oberfläche, die dem Besucher eindrucksvoll vermitteln, wie die Landschaft in diesem Raum vor 300 Millionen Jahren aussah. Mehrere Aussichtsplattformen ermöglichen einen tiefen Einblick in den aktiven Steinbruch der CEMEX, die hier den sogenannten „Karbonquarzit“ gewinnt.

Giebichenstein und Dicker Stein – die größten Geschiebe Niedersachsens

Der Giebichenstein ist mit 7,5 x 4,5 x > 2,75 m (3,70 m), einem Umfang von 21 m und etwa 125 m3 bzw. ca. 330 t der bei weitem größte Findling in Niedersachsen. Er liegt im Staatsforst „Krähe“ in der Gemeinde Stöckse. Der Gneisgranit wurde vor etwa 200.000 Jahren von den Gletschern der vorletzten (= Saale-) Kaltzeit aus Schweden an seinen jetzigen Ort verfrachtet.

Die Saurierfährten Barkhausen bei Bad Essen

In einem Steinbruch im Wiehengebirge in der Nähe der Hunte, die hier unweit ihrer Quelle den Höhenzug durchschneidet, sind Fährten verschiedener Sauriergattungen auf einer steil stehenden Schichtfläche aus dem Oberjura (Grenzbereich Kimmeridge – Oxford) erhalten. Dazu gehören die Fährten von neun quadrupeden Sauropoden (Elephantopoides barkhausenensis) und zwei bipeden Theropoden (Megalosauripus teutonicus).

Der Geologische Garten Bochum

Ehemalige Ziegeleigrube im Stadtgebiet von Bochum, jetzt Parkanlage. Die ehemaligen Grubenwände erschließen gefaltete Schichten des Oberkarbons (Westfalium A), die diskordant von Schichten der Oberkreide (Cenomanium) überlagert werden. Darüber geringmächtige Auflage aus quartärzeitlichem Lößlehm.

Steinbruch Doberg bei Bünde

Ehemaliger Mergelabbau, heute NSG und bedeutende tertiäre Fossilfundstelle, Funde werden in einem Museum in Bünde präsentiert (z.B. Seekühe, Schildkröten etc.).

Steinbruch Am Silberg in Soest

Große diskordant eingeschnittene Erosionsrinne in der Oberkreide.

Der Mullion-Felsen Dedenborn

Mullion-Strukturen in unterdevonischem Sandstein.

Die Solequellen Salzkotten

Salzquellen und Karstquellen, letzte natürliche Salzquellen am Hellweg.

Die Kluterthöhle in Ennepetal

Höhle in mitteldevonischem Korallen-Stromatoporen-Riff, Riff ist im Originalzustand erhalten.

Die Rheingrabenrandstörung am Hahnenbühl

Der Wasserfall Dreimühlen

Die Erpeler Ley

Der Donnersberg in der Pfalz

Der Rotenfels an der Nahe

Der Rotenfels zwischen Bad Münster am Stein-Ebernburg und Norheim ist mit 202 m Höhe und 1.200 m Länge die steilste Steilwand zwischen den Alpen und Skandinavien. Sie gehört zum Kreuznacher Rhyolithmassiv, einem permischen intrusiv-extrusiven Dom. Die Nahe hat die Felswand über Jahrtausende aus dem Fels herauspräpariert und den Verwitterungsschutt abtransportiert. Der Rotenfels ist sowohl Naturschutzgebiet als auch ein bekanntes Kletterrevier.

Der Totenstein, Königshainer Berge

Der Totenstein – ein Felsen aus variszischem Granit mit Wollsackverwitterung – gilt als ältestes Naturdenkmal Sachsens. König Friedrich Wilhem IV. von Preußen kaufte das Gelände in den Königshainer Bergen, das durch einen Steinbruchbetrieb bedroht war.

Der Porphyrfächer Mohorn/Grund

Die Wand eines aufgelassenen Steinbruchs in Mohorn-Grund bei Dresden zeigt den „Porphyrfächer“. Der beim Ausbruch der Tharandter Caldera vor 320 Millionen Jahre geförderte rhyolitische Schmelztuff wurde durch die Volumenverringerung beim Abkühlen geklüftet.

Der Schneckenstein im Vogtland

Der Schneckenstein im Vogtland hat eine komplizierte geologische Geschichte. Gegen Ende der variszischen Gebirgsbildung wurden kambrische Schiefern kontaktmetamorph überprägt und später brekziiert. Anschließend wurde der Gesteinskörper mit Quarz und Topas verkittet.

Die Jonsdorfer Felsenstadt im Zittauer Gebirge

Die Jonsdorfer Felsenstadt ist eine geologische Besonderheit im Naturpark. Das Felsengebiet wird von Kreidesandsteinen, das von vulkanischen in Gängen und Schloten (Basalt und Phonolith) durchzogen ist. Die thermischen Veränderungen durch den Kontakt des Magmas mit dem Sandstein führten zu dessen Frittung. Dadurch kam es zu einer säulenförmigen Absonderung des Sandsteins.

Der Kirchbruch Beucha

In der letzten Phase der vulkanischen Aktivitäten wurden vor etwa 270 Millionen (Perm) die Quarzporphyre östlich von Leipzig gefördert. In diese Gesteine intrudierten die Granitporphyre von Beucha und Wurzen und erstarrten nahe der Erdoberfläche (subvulkanisch). Große Kristalle, hauptsächlich Feldspäte, schwimmen in einer feinkörnigen Grundmasse.

Der Ratssteinbruch Dresden Plauen, Hoher und Heidenschanze

Der heute stillgelegte Ratssteinbruch in Dresden Plauen zeigt die Transgression des Kreidemeeres (Plänerfazies) auf den Meißner Monzonit. Auf der anderen Seite des Weißeritztals der „Hohe Stein“ mit seinem Aussichtsturm. Der Monzonit-Felsen enthält Brandungstasche, die Monzonitgeröllen und Kreidefossilien ausgefüllt ist.

Die Gletschertöpfe bei Huy-Neinstedt

Gletschertöpfe sind zylinderförmige Strudellöcher (Kolke), die während der Eiszeit von Schmelzwässern und ihrer Sedimentfracht (Sand, Kies, Steine) an der Basis des Gletschereises in den Untergrund hineingewaschen wurden. Im Huy entstanden sie in der vorletzten Kaltzeit (Saale-Kaltzeit, ca. 300.000 bis 128.000 Jahre vor heute). Die Gletschertöpfe wurden 1910 bei Steinbrucharbeiten im Kalkstein (Unterer Muschelkalk) am Hardelsberg entdeckt und bis heute bewahrt.

Die Tropfsteinhöhle „Baumannshöhle“ in Rübeland

Die Baumannshöhle ist eine mehretagige Karsthöhle (4 Stockwerke) mit Tropfsteinen und Sinterbildungen im Riffkalkstein des Elbingerode-Komplexes. Sie wurde 1565 erstmals erwähnt und ist seit 1649 Schauhöhle, die erste weltweit! Seit 1668 unter Schutz gestellt, ist sie ein berühmter Fossilfundort (u.a. Knochenfunde von Höhlenbären).

Der Hanganschnitt „Hans-Cloos-Aufschluss“ im Teufelsbachtal bei Heimburg

Der überregional bedeutende Aufschluss in der Harznordrand-Aufrichtungszone entstand bei Wegebauarbeiten. Hans Cloos (1917) definierte hier die Subherzyne Phase der Saxonischen Gebirgsbildung (heute: Wernigerode-Phase, Typuslokalität). Sande und Konglomerate der Oberkreide lagern diskordant über plattigen Kalksteinen und Tonsteinen des Oberen Muschelkalks.

Der Findling „Heimchensteine“ bei Hohenziatz

Die imposanten „Heimchensteine“ bestehen aus Gneis und sind ein auseinandergebrochener Findling. Er stammt aus dem Gebiet Skandinavien/Ostseeraum, wurde durch das Inlandeis der Saale-Kaltzeit (vorletzte Kaltzeit) nach Mitteldeutschland transportiert und im Fläming zwischen Hohenlobbeser und Schermener Eisrandlage abgelagert. Als Gesamtobjekt bildet der Gesteinsblock den größten Findling von Sachsen-Anhalt.

Die Gipskarsthöhle „Heimkehle“ bei Uftrungen

Die Heimkehle ist eine Laughöhle im Anhydritkarst des Südharzrandes und liegt am Westhang des Tals der Thyra. Sie ist seit 1357 urkundlich bekannt und seit 1920 Schauhöhle (750 m Führungsweg). In ihrem Zugangsbereich befindet sich eine Ausstellung über Karst und Höhlen. Sie ist eine der größten Gips-Schauhöhlen Deutschlands und in den Karstwanderweg eingebunden.

Der aufgelassene Kalksteinbruch bei Hoppenstedt

Der ehemalige Steinbruch Hoppenstedt befindet sich an der Südabdachung des „Kleinen Fallsteins“. Hier wurden von 1905 (?) bis 1972 fossilreiche Kalksteine und Mergelkalksteine abgebaut. Es sind vier Sedimentationseinheiten der Oberkreide aufgeschlossen, die sich nach Bankungsart, Farbe und Karbonatgehalt unterscheiden. Insbesondere der untere Teil des insgesamt 85 m mächtigen Profils ist sehr fossilreich.

Hanganschnitt und ehemaliger Steinbruch „Hünenküche“ bei Bebertal

Auf der Ostseite der Hünenküche sind in den ehemaligen Steinbrüchen Sandsteine der Mirow- und der unteren Dethlingen-Formation aufgeschlossen. Auf der Westseite schließen sich Dethlingen-Formation und Hannover-Formation an. Genetisch handelt es sich um Ablagerungen in einem Wadi, die äolisch überprägt sind. Die Aufschlüsse sind wichtige stratigraphische Referenzprofile.

Großerdfall Arendsee

Der Arendsee entwickelte sich am Ende der Weichsel-Kaltzeit aus einer auslaugungsbedingten Geländesenke über der Salzstruktur Arendsee. Anfangs gab es nur eine recht kleine, hufeisenförmig nach Osten geöffnete Wasserfläche. Im Jahre 822 bildete sich angrenzend ein katastrophaler Großerdfall, der annähernd zu der heutigen, ovalen Seefläche führte. Der Arendsee ist 52 m tief. Der Top der noch immer aufsteigenden Salzstruktur liegt nur etwa 50 m tiefer.

Der Kalkberg und die Kalkberghöhle von Bad Segeberg

Der Segeberger Kalkberg bildet die aufgeschlossene Dachregion eines Salzstocks, der hauptsächlich aus Gesteinen der jüngeren Zechsteinfolgen (Leine-Serie) besteht. Die geomorphologisch markante Kuppe überragt die umliegende Jungmoränenlandschaft mit einer Höhe von 90,8 m deutlich. Nach 1644 wurde hier bis 1931 in einem Steinbruch Gips und Anhydrit abgebaut. Die Segeberger Höhle ist die nördlichste bekannte Sulfatkarsthöhle und Schauhöhle Deutschlands.

Der Findling Teufelsstein bei Großkönigsförde

Der größte Findling von Schleswig-Holstein liegt an einem gut ausgebauten Fahrradweg nahe des Dorfes Großkönigsförde. Er ist etwa 3,75 hoch, 6 m lang und 4,5 m breit. Sein größter Umfang beträgt ca. 18 m. Der rund 180 Tonnen schwere Granitbrocken soll aus Småland stammen.

Die Barbarossahöhle bei Rottleben

Die Barbarossahöhle ist eine eingangslose, ca. 800 m lange, horizontale Karsthöhle im teilweise vergipsten Anhydrit des Zechstein 1 (Werra-Folge). Sie weist ein Dutzend kleiner Höhlenseen auf, die miteinander in Verbindung stehen und natürlichen Schwankungen des Wasserspiegels unterliegen. Charakteristisch sind aneinandergereihte flach gewölbte Hallen von geringer Höhe und großer Spannweite. Seit 1866 ist sie öffentlich zugänglich.

Die Ursaurierfundstelle Bromacker bei Tambach-Dietharz

Die Fundstätte „Bromacker“ umfasst eine Fläche von ca. 5 ha und stratigraphisch etwa die hangenden 10 m des bis 110 m mächtigen Tambach-Sandsteins (Rotliegend). Die aufgeschlossenen Schichten umfassen eine Wechselfolge von schräggeschichteten rotbraunen Feinsandsteinen mit Tetrapodenfährten und graubraunen Schluffsteinen. Sie sind der bedeutendste Tetrapodenfundhorizont im terrestrischen Unterperm Mitteleuropas.

Der Altensteiner Riffkomplex und die Altensteiner Höhle

Die Zechsteinriffe von Altenstein und Liebenstein fallen durch ihre bizarren Felsbildungen vor den eigentlichen Höhen des Thüringer Waldes auf. Unter tropischen Klimabedingungen entstanden vor 260 Mio. Jahren im Küstenbereich des Zechsteinmeeres massige, vorherrschend kalkige Riffe auf den inselartigen Felsklippen des Ruhlaer Kristallin. Berühmt ist die Altensteiner Höhle als Fundpunkt eiszeitlicher Fossilien, insbesondere von Knochen des Höhlenbären Ursus spelaeus.

Die „Bad Lands“ im Gebiet der Drei Gleichen im Landkreis Gotha

Als „bad lands“ werden wüstenartige, vegetationsarme bis -freie Gebiete bezeichnet. Im Drei Gleichen-Gebiet wurden die entsprechenden Flächen durch Schafbeweidung künstlich freigelegt und durch Erosion die südwest-exponierten Abhänge der Burg Gleichen, der Mühlburg, der Wachsenburg, des Roten Berges sowie des Kaff- und Kallenberges zu der in Deutschland sehr seltenen Landschaftsform gestaltet.

Die Drachenschlucht bei Eisenach

Die Drachenschlucht, eine ca. drei Kilometer lange und bis zu 86 cm schmale Klamm mit teilweise zehn Meter hohen überhängenden Felsen, verläuft durch das rotbraune sog. Wartburgkonglomerat des Oberrotliegend (Eisenach Formation). Eine Wanderung durch die Drachenschlucht kann mit einem Besuch der Wartburg verbunden werden, die sich im Südwesten von Eisenach nahe des Geotops befindet.

Das Höllental im Frankenwald – Schnitt durch einen untermeerischen Vulkan

Die Selbitz, ein Seitenfluss der Saale im Frankenwald hat mit dem „Höllental“ ein eindrucksvolles 3 Kilometer langes und bis zu 170 Meter tiefes Durchbruchstal in Diabasen (überprägter Basalt) geschaffen. Zahlreiche Felsen mit teils spektakulären Aufschlüssen geben Einblicke in den inneren Aufbau eines oberdevonischen Vulkans. Darüber hinaus gibt es einige Spuren des historischen Bergbaus auf Eisen- und Kupfererze sowie Flussspat.

Mühl- und Wetzsteinbrüche um Neubeuern im Inntal

Im alpinen Inntal südlich von Rosenheim existieren viele historische Stätten der Mühlsteingewinnung. Ein Zentrum dieses Handwerks war Neubeuern. Hier existieren heute noch mehrere ehemalige Abbaue mit imposanten Ausmaßen und spektakulären Bearbeitungsspuren. Die Abbaue sind durch den „Schiffleutwanderweg“ erschlossen, der den Bogen von der Geologie über die Gewinnung bis zur Verschiffung der bearbeiteten Steine schlägt.

Die Moore der Rhön

Auf der von vulkanischen Gesteinen geprägten Hochebene der Langen Rhön liegen zahlreiche Moore in flachen Hangmulden, die während der Eiszeit durch Firnerosion und Bodenfließen entstanden. Besonders eindrucksvoll und durch Wege erschlossen sind das Rote Moor (Hessen) und das Schwarze Moor (Bayern). Entlang eines Rundwegs sind verschiedene Moorstadien zu sehen.

Die Nagelfluhkette im Allgäu

Die Berge der Nagelfluhkette bestehen aus Konglomeraten („Nagelfluh“) und zwischengelagerten feinkörnigeren Schichten. Während letztere der Verwitterung wenig Widerstand leisten, bilden die Konglomerate auffällige Rippen im Gelände. Besonders spektakulär sind bizarre Felstürme sowie mehrere Wasserfälle, die durch die harten Konglomeratbänke verursacht werden.

Der Goldberg von Goldkronach

Die goldhaltigen Quarzgänge von Goldkronach bilden eine der bedeutendsten Goldlagerstätten Deutschlands. Hier wurde rund 600 Jahre lang überwiegend untertage abgebaut, wie heute noch zahlreiche Stollen (Mundlöcher), Einsturz- und Schachtpingen, Halden und historische Gebäude bezeugen. Zwei Schaubergwerke und das Goldbergbaumuseum erinnern an goldene Zeiten.

Die Gambacher Steige und Kalbenstein

Nördlich von Karlstadt erstreckt sich ein riesiger Prallhang des Mains in Gesteinen des Buntsandsteins und Muschelkalks, die durch Wanderwege erschlossen sind. Eine Rutschung im Jahr 1784 hat eine fast alpin anmutende Felswand (Kalbenstein) im Unteren Muschelkalk freigelegt.

 

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